Pnei Buch – Medizin und Evangelium allein im Koran
Natur Editore
Pnei Buch – KLINISCHE PSYCHONEUROENDOKRINOIMMUNOLOGIE
Titel: Klinische Psychoneuroendokrinologie
Autoren: Paolo Lissoni, Giusy Messina, Franco Rovelli
Herausgeber: Natur Editore
Format: 140 x 210 mm - Seite 168
Erstveröffentlichung: 2023
PNEI ist die jüngste medizinische Disziplin, die die neuroimmunologische Vermittlung von Emotionen und Bewusstseinszuständen sowie deren Einfluss auf Gesundheit und Krankheit durch die zentrale psychoneuroendokrine Regulation des Immunsystems untersucht. Emotionen sind Ausdruck der psychischen Dimension, während der Bewusstseinszustand mit der spirituellen Dimension des Menschen verbunden ist. Dabei ist stets zu beachten, dass Spiritualität nicht mit mentalem oder moralischem Gewissen gleichzusetzen ist, sondern vielmehr mit Selbstbewusstsein. Spiritualität ist reines Selbstbewusstsein, und wahres Selbstbewusstsein gründet allein auf Liebe, verstanden als die Wahrnehmung anderer, als wären sie ein anderes Selbst.
Klinische PNEI ist die klinische Anwendung von PNEI-Erkenntnissen auf ätiopathogenetischer, diagnostischer, therapeutischer und präventiver Ebene. Anders als die heute wissenschaftlich überholte Psychosomatik, die die neurovegetative Rolle des zentralen und peripheren Nervensystems bei der Vermittlung des psychischen Einflusses auf die Funktion verschiedener Organe als alleinigen Zweck des Systems betrachtete, identifiziert PNEI das lymphatische Immunsystem als primäres Bindeglied zwischen der psychospirituellen Erfahrung eines Menschen und seinem biologischen Gesundheitszustand. Kurz gesagt: Das Nervensystem vermittelt das psychische Leben, während das Immunsystem das spirituelle Bewusstsein auf den Funktionszustand des Körpers überträgt. Während Veränderungen der neurovegetativen Nervenfunktion zu chronischen, persistierenden, aber minimalen Funktionsstörungen führen, selbst wenn sie die Lebensbedingungen verschlechtern, reagiert das Immunsystem im Extremfall einer fehlenden oder übersteigerten Reaktion – im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen bzw. Autoimmunerkrankungen – mit lebensbedrohlichen Konsequenzen und entscheidet so über Genesung oder Tod.
PNEI ersetzt oder negiert keine der bisherigen medizinischen Disziplinen, sondern benötigt und integriert sie im Sinne einer ganzheitlichen Sicht des Menschen und überwindet so endgültig die mechanistische und trennende Auffassung der verschiedenen Organfunktionen eines lebenden Organismus. PNEI selbst stellt mindestens die Integration dreier verschiedener medizinischer Disziplinen dar:
1) Endokrinologie in Bezug auf endokrine und neuroendokrine Funktionen
2) Immunologie in Bezug auf die immunologische Funktion
3) Neurologie-Psychiatrie im Hinblick auf die psychoneurochemische Funktionalität.
Im Vergleich zur PNEI, die in erster Linie als experimentelle Wissenschaft verstanden wird, erfordert die klinische PNEI Fachkenntnisse in einer vierten medizinischen Disziplin, nämlich der Inneren Medizin, um die aus der PNEI gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse in eine neue Art der Interpretation der ätiopathogenetischen Pathophysiologie der wichtigsten menschlichen Krankheiten zu übersetzen.
PNEI verfügt insbesondere über Expertise in der Pathophysiologie der Zirbeldrüse, die paradoxerweise, obwohl sie eine der sieben endokrinen Drüsen ist, auch nach Jahrzehnten noch nicht zum Aufgabenbereich der Endokrinologie zählt. Ebenso gehört die Erforschung der biologischen Wirkungen verschiedener von Immunzellen produzierter Proteine, der sogenannten Zytokine, zu den Kernkompetenzen von PNEI. Die traditionelle Immunologie, die sich auf die reine Übertragung von In-vitro-Beobachtungen in vivo stützt und somit die neuroendokrine Modulation der Immunantwort in lebenden Organismen außer Acht lässt, scheint nach wie vor nicht in der Lage zu sein, diese Fragestellungen so zu bearbeiten, dass ein neues und systematischeres Verständnis der Beteiligung des Immunsystems an wichtigen menschlichen Erkrankungen ermöglicht wird.
Die Evidenz, auf der PNEI in seiner ganzheitlichen pneumato-psycho-biologischen Sichtweise des Menschen basiert, ist im Wesentlichen zweifacher Natur:
1) Nerven- und endokrine Zellen besitzen Rezeptoren für Zytokine des Immunsystems, werden daher von diesen beeinflusst und produzieren ihrerseits endokrine und neuroaktive Moleküle, die die Funktionalität von Immunzellen direkt beeinflussen können, und zwar mit stimulierender oder hemmender Wirkung.
2) Immunzellen, Lymphozyten und Makrophagen besitzen Rezeptoren für Hormone und neuroaktive Moleküle, weshalb ihre Funktion zentral neuroendokrin gesteuert wird. Durch die Produktion von Zytokinen können sie ihrerseits nicht nur auf andere Immunzellen, sondern auch auf das neuroendokrine System und somit auf den hormonellen und neurologischen Zustand des Organismus einwirken.
Folglich erfordert PNEI eine grundlegende Überarbeitung der gesamten medizinischen und medizinisch-psychologischen Wissenschaft.
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